Zoom-Theater, House of Talent & TikTok

Schultheaterprojekte gehören zu den nachhaltigsten Lernerlebnissen, die Kinder und Jugendliche in ihrer Schulzeit erleben können. Die gemeinsam verbrachte Probenzeit und die Interaktion an einer gemeinsamen Geschichte schweissen zusammen und erlauben persönliches Wachstum. Hier wird Präsenzunterricht tatsächlich für intensivste Interaktionen genutzt.

Theater trotz Corona

Auch während der Pandemie können Theaterprojekte auf den Distanzunterricht angepasst werden. Dabei sollten die verantwortlichen Pädagog:innen folgende Punkte beachten:

  • Schauspieltechniken können auch vor der Kamera trainiert werden
  • die gedankliche Arbeit an Rollenbiographien oder Storyboards wird durch den Zugang zu gemeinsamen Dokumenten erleichtert
  • Improtheatertechniken ermöglichen witzige & oft absurde kurze Spielszenen, die nicht nur die Spielfreude steigern sondern auch direkt mitgeschnitten werden können
  • schon im Rahmen eines einzigen 90-minütigen Onlineworkshops können Ergebnisse entstehen
  • erweiterte Workshops können längere Spielszenen zu einem kollektiv bestimmten Thema entwickelt werden. (s.u.)

Gerne stehe ich Schulen oder Organisation im Rahmen der Jugendarbeit mit Rat und Tat bei der Realisierung von Projekten zur Verfügung.

Improtheater online

Besonders für Theaterneulinge eignen sich online Improtrainings. Mt einfachen Übungen werden wichtige Kompetenzen trainiert und die Spielfreude gefödert.

Selbst gestaltete Masken sind ein mögliches Spielelement

Dauer 90 Minuten, min 6 max 20 Teilnehmende

„House of Talent“ für Kids und Teens

Im „House of Talent“ geht es vor allem darum, die darstellerischen Fähigkeiten zu trainieren und die eigenen Kompetenzen zu erweitern. Am Besten bringen die Teilnehmer:innen kurze Dialoge oder Songs mit, an denen sie arbeiten wollen. Diese „Online-Masterclass“ eignet sich auch zur Vorbereitung für Wettbewerbe.
Der Einstieg ist prinzipiell jederzeit möglich, da alle unabhängig voneinander arbeiten.

„ZOOM-Theater“ für Kids und Teens

Im ZOOM-Theater entwickeln die Jugendlichen im Rahmen eines mehrtägigen Workshop eine oder mehrere eigene Stories. Sie erstellen ein grobes Storyboard, das als roter Faden dient. Im Anschluss werden Dialogpassagen je nach Bedarf schriftlich fixiert.

Die folgenden 3 Projekte enstanden im Januar 2021 im Rahmen der Pilotwoche der Digitalen Drehtür. Sie wurden von den insgesamt 9 Schüler:innen, die aus ganz Deutschland kamen, in kleinen Teams mit viel Eigenverantwortung entwickelt. Drei Onlinekonferenzen – jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 17:00 – 18:30 – dienten als Basis. Die einzelnen Arbeitsgruppen waren eingeladen, sich auch selbst ausserhalb dieser Zeiten zu treffen. Die Textbücher entstanden teils kollaborativ, teils im Mail-Pingpong. Die Aufzeichungen fanden am letzten Tag nach einigen kurzen Proben statt.
Es war wunderbar zu erleben, wie sich alle Beteiligten mit viel Spass, Freude und Fokus für ihre selbst gewählten Themen engagierten. Die ausgezeichneten Ergebnisse sprechen für sich 🙂
Den Zoom-Raum für die Aufnahmen wurde freundlicherweise durch Hedwig Vielreicher, der Leiterin von Vielreicher-Coaching gesponsort.

Antonias Lockdown Wahnsinn

In der Originalidee waren noch Auftritte von Menschen in Antonias Zimmer geplant gewesen. Dies war aber zum Aufnahemzeitpunkt nicht möglich.
Die Herausforderung bestand daher in der schnellen Adaptierung des Grundidee für die Aufnahme und auch der Steigerung zum Ende hin, wenn plötzlich die Anforderungen aller Beteiligten auf „Antonia“ niederprasseln.

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Besondere Herausforderungen waren hier u.a. die saubere Trennung bei der Doppelrolle (Herr Müller und die Personalchefin), die auch mit einem schnellen Umzug verbunden war. Theoretisch wäre es möglich gewesen, hier noch eine vierte Person einzubinden, was aber wiederum den Probenprozess verlängert hätte.
Alle Darstellerinnen spielen ausserdem Figuren, die deutlich älter sind als die Darstellerinnen selbst. Eine wirklich tolle Leistung, die neugierig auf die weitere Entwicklungen der jungen Künstler:innen macht. 🙂

Queer Tears

Durch die mutige Wahl des sehr intimen, aktuelle und gesellschaftlich intensiv diskutierten Themas, war es hier wichtig, die Charaktere klar zu entwickeln.
Die dramaturgische Gleichwertigkeit aller 4 Rollen wird durch die konsequent durchgehaltene Sicht auf alle vier Rollen verstärkt.
Die Einteilung der Blickrichtungen ermöglicht es den Zuschauern, auf die jeweils handelnde Person zu fokussieren. Diese Spieltechnik stellte eine zusätzliche Herausforderung dar. Bei den ersten Durchläufen entstanden auch sehr lustige Pannen.
Besonders bemerkenswert:
Das sehr motivierte Team entwickelt die Story mittlerweile als unabhängiges Projekt weiter.
Wahrscheinlich entsteht hieraus zeitnah ein eigener Youtube-Kanal, der hier dann auch verlinkt wird.

Was die Teilnehmenden sagen

„Ich hatte einen durch Teekay geleiteten Theater Kurs, dieser fand Online über Zoom statt und war einfach nur klasse. Wir haben zunächst mal ein bisschen was über Theater gelernt, super lustige Übungen gemacht und tolle Fotos angefertigt. Danach wurden wir in Gruppen aufgeteilt und haben dann in diesen Gruppen Theater Stücke geschrieben. Diese haben wir dann später mit Hilfe von Teekay aufgenommen und hochgeladen. Und das alles über Zoom. Ich hatte viel Spaß und Teekay hat sich als sehr humorvoller und hilfsbereiter Mensch entpuppt mit dem man viel Spaß haben kann. Danke für die coolen 3 Tage TeeKay :-)“

Aaron, 17 Jahre, Saarbrücken

Aktuelle Projekte

Im Frühjahr 2021 werde ich als externer Schulmitarbeiter das Theaterteam der Abiturklassen der Martin Buber Oberschule in Berlin-Spandau MBO unterstützen. Durch Corona wurde es notwendig, das als Live-Aufführung geplante Projekts „The other Schneewittchen“ in eine digitale Version zu ermöglichen. Die MBO zählt mit ihrem breit gemischten Bildungsangebot seit dem Schuljahr 20/21 auch zu den sogenannten BeGa-Schulen. Ausführliche Infos zum Projekt befinden sich auf der Website, die gemeinsam von Schüler:innen und Lehrer:innen der MBO betreut wird.
 

ZOOM-Space-Walk

Um eine ähnlich grosse Anzahl an Zuschauer:innen zu ermöglichen wie bei der Live-Variante und gleichzeitig die hohe Interaktivität mit den Zuschauer:innen zu ermöglichen, wird das Projekt nun als „ZOOM-Space-Walk“ gezeigt. Hierfür wurde eine besondere Struktur entwickelt, die ähnlich funktioniert wie die Dramolett-Räder

  • Das Stück ist in mehrere Akte à 15 Minuten gegliedert
  • Für jeden Akt ist ein eigenes Team zuständig
  • die Darsteller:innen spielen ihren Akt in mehreren Wiederholungen nacheinander
  • die Zuschauer:innen werden in kleinen Gruppen durch die vier Akte geführt werden
  • jeder Zuschauergruppe sind Guides zugeordnet, die in den kurzen Pausen eine Reflektion über das Geschehen ermöglichen

Die nachfolgende Graphik zeigt das System mit den Darsteller-Teams in Gund den 3 Zuschauergruppen in Pink, Gelb und Blau.

Rechtliche Fragen

Aus rechtlichen Gründen müssen alle Teilnehmenden bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigte schon im Vorfeld der Veröffentlichung des entstehenden Materials zustimmen. Beim Anmelden bitte auch angeben was ihr an Performance Talenten mitbringt (Instrumente, Singen, Tanzen, Schauspielerfahrung).

Falls zu viele Anmeldungen eingehen sollten, würden wir in der Vorwoche im Rahmen eines kleinen Casting über die Teilnehmer*innen entscheiden. Lust, beim nächsten mal dabei zu sein ? Dann schick eine Mail an regie@kreissig.net

Diese Website wird ständig verbessert, um Sie optimal mit Informationen zu versorgen. Diese Unterseite wurde letztmalig Im Januar 2021 aktualisiert.
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Bleiben Sie gesund 🙂