Ballett im Park

Im Jahr 2007 fand die erste Übertragung einer Ballettvorstellung auf einen öffentlich zugänglichen Videoscreen statt. „Schwanensee“ stand damit im Mittelpunkt der ersten Ausgabe von „Ballett im Park“.

Ein erfüllter Traum

Eine solche Übertragung in den öffentlichen Raum war ein Wunschprojekt von Ballettintendant Reid Anderson, der das Konzept aus London kannte. Thorsten Kreissig realisierte diesen Wunsch für ihn perfekt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem baden-württembergischen Finanzministerium als Eigentümer der Wiese, stand im Juli 2007 die grösste verfügbare mobile Videowand Europas im Stuttgarter Schlossgarten direkt gegenüber dem Opernhaus.

In den Pausen wurde dem Publikum ein Blick hinter die Kulissen gewährt. Die Doppelmoderationen von Ballettintendant Reid Anderson und Sonia Santiago, der ehemaligen Ersten Solistin des Stuttgarter Balletts, waren ebenso informativ wie unterhaltsam.
Zahlreiche eingespielte Filme, die Kreissig im Archiv des SWR entdeckt hatte, lieferten spannende und unterhaltsame Hintergrundinformationen.

Das Doppelpack: Schwanensee und Schulvorstellung

Ausserdem wurden gleich wwei Vorstellungen am selben Tag übertragen: Vormittags die jährliche Schulvorstellung der John-Cranko-Schule, abends Crankos Fassung von „Schwanensee“.
Die versammelten 3500 Zuschauer erlebten trotz einsetzenden Regens im vierten Akt einen unvergesslichen Abend: der Jubel für die sich im Regen verbeugenden Schwäne auf dem Balkon im dritten Rang war weithin zu hören.

Ballett im Park 2017 –
Verabschiedung Georgette Tsinguirides

Seither hat sich „Ballett im Park“ fest im Stuttgarter Kulturkalender etabliert. 2017 wurde im Rahmen von Ballett im Park auch Deutschlands dienstälteste Theatermitarbeiterin Georgette Tsinguirides verabschiedet.  Die langjährige Choreologin des Stuttgarter Balletts hat sich noch bis ins hohe Alter  fast täglich selbst um die authentische und unmittelbare Vermittlung des Geistes der Werke von John Cranko an nachwachsende Tänzergenerationen gekümmert.

Georgette Tsinguirides und Thorsten Kreissig am Signiertisch bei ihrer offiziellen Verabschiedung am 8. Juli 2017

1996, in Kreissigs letztem Jahr als Ballettdirektor in Luzern, war es Georgette, die den Tänzern des Luzerner Ballett die beiden Cranko Klassiker „Jeu de Cartes“ und „Brouillards“ einstudierte.

(Diese Seite wurde letztmalig am 16. April 2019 aktualisiert. Sollten Sie irgendwelche inhaltlichen oder formalen Fehler entdecken, freuen wir uns über eine entsprechende Rückmeldung unter kreissig@kreissig.net. )