Komponisten

Zusammenarbeit mit Komponisten

Kunst muss immer wieder neu entstehen. Ein reines Abarbeiten von Repertoirestücken reicht nicht aus.
Daher hat Kreissig bei seinen Uraufführungen schon immer auf eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und Komponisten gesetzt.

Traumschweig, seine erste grosse Auftragschoreographie für das 250-jährige Jubiläum des Staatstheaters Braunschweig, wurde mit dem englischen Rockmusiker und Komponisten George Bishop sowie und dem griechischen Künstler und Bühnenbildner Iannis Kourkoutakis und dessen Frau, der österreichischen Kostümbildnerin Monika Zeller–Schömig entwickelt.

Mit dem Liechtensteiner Komponisten Christian Schaaf entstand gleich eine Serie von Stücken: Digits I für den Choreographenwettbewerb in Hannover, Digits II für das schwedische Stadsteater Malmö, das 1991 in einer leicht veränderten Variante dann auch beim Internationalen Choreographenwettbewerb in Tokio aufgeführt wurde. 1991 entstand auch das Kinderballett Insects, mit dem Stuttgarter Ballettsolisten Mark McClain in der Hauptrolle.

Auch mit Christoph Iacono verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. 1997 lernten sich beide bei Schuberts Winterreise kennen, wo Iacono die musikalische Bearbeitung verantwortete. Später arbeiteten beide dann an Kreissigs Soloprogramm TOIFL sowie der daraus hervorgegangenen „Bruder Clemens Bibelshow“ zusammen.

Mit dem Schweizer Rolf Zimmermann entstand 1995 Research I-V für das Luzerner Theater und als freie Produktion für die Kunstgarage, Solothurn, zusammen mit der Schweizer Künstlerin Simone Grab.

Für seine Serie von Mozartbearbeitungen Mitte der 2000er Jahre arbeitete er eng mit dem in München lebenden russischen Komponisten Vladimir Genin zusammen. Genin setzte zunächst die von Kreissig entwickelte Arien-Verschmelzung innerhalb seines Zauberflötenrausches kongenial um. Für „trazoM-kiasoM“ sorget er auch dafür, dass die Höllenfahrt bei Don Giovanni auch wieder den von Mozart damals intendierten Horroreffekt hatte. Durch die heutigen Hörgewohnheiten wirkt das Mozart’sche Original harmlos – damals hatte es einen kühnen, ohrenbetäubenden, durch ungewohnte Dissonanzen fast schreienden Effekt.

1999 arbeitete Kreissig erstmals mit der Gelsenkirchener Komponistin Chris Seidler. Ihr Musical „Fellini, Fellini“ bot einen wunderbaren surrealen Streifzug durch das Schaffen des berühmten italienischen Filmregisseurs.

Immer wieder entstanden auch Chansons für Soloprogramme oder als Solitäre. Für „Das Plagiat“ arrangierte Andreas Unsicker Kreissigs Grundidee eines geklaut klingenden Chanson.